Meine Anlagen  Fragen an den Autor  Links zum Thema

 



Meine Anlagen:


Für Stereo:

  • Verstärker: Yamaha AX-1090
  • Lautsprecher: Nubert nuWave 125
  • CD-Player: Technics SL-PG520A kaputt repariert
  • MD-Deck: Sony MDS-JE520
  • Tuner: Teac AG-H 350 von der PC-Anlage
  • HTPC für Musik: Gebrauchter P4 mit ordentlichen Daten, Hoontech Soundtrack Digital-XG, 10,4" Kontrollmonitor, voll fernbedienbar
 Warum zwei Anlagen; eine für Stereo, eine für Surround?
 Warum Nubert-Lautsprecher?

Für Surround:

  • Das Stereo-System für die Hauptkanäle
  • AV-Verstärker: Yamaha DSP-A1
  • Center: Nubert nuWave CS-65 mit ABL 8/80
  • Surround: 2* Nubert nuWave RS-5 (Dipol)
  • Back-Surround: 2* Nubert nuWave CS-4
  • Surround-Kanäle unterstützt durch 2* Nubert nuBox AW-440
  • LFE-Subwoofer: 2* Nubert nuLine AW-1000
  • LFE-Equalizer: Behringer ULTRACURVE PRO DEQ2496
  • DVD-Player: Sony DVP-S336 und notfalls die XBox
  • Decoder für ProLogic 2 und NEO:6: Creative DDTS-100
  • Quellen vom Stereo-System
  • TV: Telefunken WS671E
 Warum vier hintere Lautsprecher an einem reinen 5.1-Verstärker?
 Warum Subwoofer/ABL für Center und Rears?
 Wie stellt man einen LFE-Subwoofer ein?
 Warum zwei LFE-Subwoofer?
 Externer Decoder?

Am PC:

  • Receiver: Teac AG-H 350
  • Lautsprecher: Nubert nuBox 310 
  • Subwoofer: Eigenbau mit Infinity Kappa 120w.br
    in 70 Liter CB (geschlossenes Gehäuse) an Detonation DT150
 Was hat das alles gekostet?

Ausserdem...

  • Die Fernbedienung 
  • Ein Nintendo 64 und eine dicke Microsoft XBox.
  • Und EIB-basierte Gebäudesystemtechnik.
 Was ist denn das für eine Fernbedienung?


Fragen an den Autor:


Warum zwei Anlagen; eine für Stereo, eine für Surround?

Selbst in höheren Preisklassen ist es schwer, einen Surround-Verstärker zu finden, der klanglich und leistungsmäßig mit einem Stereo-Verstärker mithalten kann.
Wenn man doch so einen findet, kostet er entweder zuviel oder passt von der Ausstattung nicht. ;-)
Ausserdem veralten Surround-Geräte "emotional" innerhalb weniger Jahre; ein Stereo-Gerät ist auch nach Jahrzehnten technisch noch aktuell.
Da kauft man lieber einen teuren Stereo-Verstärker und spart am Surround-Verstärker (wenngleich ich auch das nicht getan habe ;-)).
Ein weiterer Vorteil ist, dass man den Stereo-Zweig der Anlage als Hauptkanal-System für die Surround-Anlage verwenden kann. Das entlastet den Surround-Verstärker.


Warum Nubert-Lautsprecher?

  • Ich weiss genau, dass ein Tüftler dahintersteckt, keine Marketingabteilung.
  • Man bekommt einen fairen Gegenwert zum Preis (und der ist stabil).
  • Die Serien sind überschaubar, man kriegt auch in einigen Jahren noch den (weitgehend) gleichen Lautsprecher, falls man aufrüsten will.
  • Service, Kulanz und Ersatzteilversorgung sind mustergültig.

Was hat das alles gekostet?

Verstärker und Lautsprecher pro Anlage etwa drei- bis viertausend Euro.
(OK, die PC-Anlage kam nur auf 500 (gezahlte) Euro.)
Der Fernseher war auf 1300 Euro heruntergesetzt, hätte sonst etwas mehr gekostet.
Für die Quellen (DVD, CD, MD, Radio) ist nochmal ein Tausender draufgegangen.
Dafür war die Verkabelung recht günstig - ich glaube nicht an Kabelklang. ;-)


Wieviele Fernbedienungen hast Du?

Eine.
Es handelt sich dabei um eine Philips Pronto SBC RU 950 (Link zum amerikanischen Modell) , eine vorprogrammierte und vollkommen frei programmierbare Fernbedienung mit 4 MB Speicher.
Es stehen 17 (Hardware-)Tasten zu jedem "virtuellen Gerät" zur Verfügung. Diese "Devices" können wiederum beliebig viele "Bildschirmseiten" umfassen, zu denen der berührungsempfindliche Bildschirm mit 240*320 Pixeln Auflösung und 16 Graustufen frei gestaltet werden kann - auch mit eigenen Bildern als Schaltflächen.
Jede Taste und jede Schaltfläche kann eine beliebige Anzahl von Infrarotbefehlen nacheinander senden (Makro). Es ist auch möglich, Funksignale zu schicken.
So lassen sich nicht nur praktisch alle originalen Fernbedienungen ersetzen und alle infrarot-empfangsfähigen Geräte steuern, sondern auch komplette Bedienabläufe automatisieren (z.B. Gerät einschalten -> Quelle am Verstärker wählen -> Wiedergabe starten).

Früher waren es zwei Fernbedienungen. Eine für den Fernseher und eine für den Rest der Anlage.
Die bei meinem Surround-Verstärker mitgelieferte Fernbedienung ist lernfähig und bietet (auf verschiedenen Ebenen) vier Steuerkreuze, sowie massig Tasten.
Somit sind die Grundfunktionen der Audio-Komponenten mit einem Gerät bedienbar.
Für Sonderfunktionen, die man ohnehin nur selten braucht, liegen die Original-Fernbedienungen im Schrank.
Jedoch war auch das irgendwann zu wenig und die Pronto besiedelte mein Heimkino. ;-)


Warum vier hintere Lautsprecher an einem reinen 5.1-Verstärker?

Eine Positionierung von Dipolen oder Direktstrahlern im idealen Anstand hinter der Sitzposition ist wegen eines Kamins und Schranks, die sich an genau dieser Stelle befinden, nicht möglich.
Daher habe ich direktstrahlende Lautsprecher ziemlich weit hinten und relativ nahe nebeneinanderstehend positioniert.
Es sind zwar eigentlich Center-Speaker, aber von der Abstimmung her bedenkenlos als "normale" Boxen verwendbar.
Das dadurch entstehende Klang-Loch an den Seiten wird durch kleine Dipollautsprecher gefüllt, die sich sogar etwas vor der Sitzposition befinden und recht hoch hängen.
Durch die horizontale Anwinkelung auf den hinteren Lautsprecher der gleichen Seite schliesst die das Rear-Surround-Feld perfekt.
Besser wäre natürlich, gleich mit einem 7.1-Verstärker zu arbeiten, aber bereits in der 5.1-Konfiguration lässt sich ein realistisches Klangbild schaffen, das auch bei analogem Surround (selbst ProLogic 1) nicht zusammenbricht.
Meine Heimkino-Anlage ist mittlerweile jedem Kino das ich kenne überlegen.
Insbesondere Homogenität, Auflösung und Bass-Druck sind deutlich besser.
Lediglich in der Maximal-Lautstärke kann ich nicht mithalten. ;-)


Warum Subwoofer/ABL für Center und Rears?

Erklärt am Beispiel des Center-Speakers:
Das Problem der üblichen Center ist ja, dass sie von Baugrösse und Bestückung recht überschaubar ausfallen müssen.
Das geht zu Lasten der Basswiedergabe.

Optimale Lösung ist sicherlich die Verwendung einer Standbox, wie für die Hauptkanäle.
Das ist aber nur machbar, wenn der Center hinter einer (schalldurchlässigen) Leinwand positioniert ist - wobei auch diese Leinwände akustisch nicht optimal sind.

Für TV-Benutzer bleiben also nur folgende Möglichkeiten:
1. Umleitung der Bassanteile auf andere Lautsprecher
2. Grösserer Center/kleine Standbox unter dem TV
3. Elektronisch erzwungenen Bässe (ABL, ATM, Equalizer)
4. Subwoofer für den Center

Den ersten Weg habe ich lange beschritten und verfechte ihn immer noch, selbst falls es sich um einen Center der CS-330/40/4-Klasse handelt.
Nicht umgeleiteter Bass geht verloren und belastet die Centerbox unnötig.

Die zweite Möglichkeit kann nur funktionieren, wenn die Centerbox Grösse und Bestückung der Hauptlautsprecher hat. Das wird in den meisten Fällen nicht möglich sein.

Die dritte Möglichkeit sehe ich ebenfalls recht kritisch.
Es ist zwar mittels Elektronik einiges machbar, aber irgendwann kommt man dennoch an die physikalischen Grenzen.
Mit meinem aktuellen Center-Speaker liegen diese jedoch so hoch, dass ich bedenkenlos ein ABL einsetzen kann.

Davor habe ich mit einem extra Subwoofer ausschliesslich für den Centerspeaker experimentiert.
Konkret handelt es sich um einen nuBox AW-440 für einen nuWave CS-4.

Der Subwoofer war über Line zwischen Vor- und Endstufe des Centerkanals eingeschleift und trennt bei 80Hz.
Mit laufendem Subwoofer ist kein Unterschied zu einer Trennung bei 40Hz festzustellen.
Lautstärke und Frequenz auf ca. 12 Uhr.

Tests mit Filmen:
Der LFE ging auf den ausgeschalteten Haupt-Subwoofer, um die Basswiedergabe der Frontkanäle besser beurteilen zu können.
Die Rears liefen nur sehr leise mit.
Filme werden erstaunlich "vollständig" wiedergegeben.
Es gibt sogar richtige Tiefbässe aus den Frontkanälen.

Es ist mir jedoch auch nach langen Einstellversuchen nicht gelungen, die üblichen "Subwoofer-stört-Klangbild"-Probleme zu beheben.

Die Rear-Speaker unterstütze ich aber dennoch durch zwei kleine Subwoofer.
Bei Party-Einsätzen ist die Bass-Potenz auf den hinteren Kanälen schon nützlich.
Ausserdem waren die Subs ohnehin vorhanden und ich kann bei Bedarf ein kleines DBA damit schalten.


Wie stellt man einen LFE-Subwoofer ein?

Übernahmefrequenz:

  • In einem (Stereo-)System, bei dem die Lautsprecher nicht vom Verstärker im Tiefgang begrenzt werden, stellt man den Übernahmefrequenz-Regler des Subwoofers so ein, dass der Subwoofer dann zu arbeiten beginnt, wenn die Haupt-Lautsprecher im Pegel abzufallen beginnen. Somit wird der (Gesamt-)Frequenzgang nach unten hin möglichst linear erweitert.
  • In allen anderen Konstellationen schaltet man den Übernahmefrequenz-Regler des Subwoofers entweder ab oder stellt ihn auf den grössten möglichen Wert (Rechtsanschlag).
  • Dennoch kann es sinnvoll sein, die Übernahmefrequenz etwas tiefer einzustellen, um den oberen Bassbereich abgeschwächt wiederzugeben (geringere Anregung von Raummoden).

Lautstärke:

  • In einem Stereo-System stellt man die Lautstärke so ein, dass der Frequenzgang der Hauptlautsprecher möglichst linear, d.h. ohne Pegel-Überhöhungen oder -Absenkungen, nach unten erweitert wird.
    Faustregel: Man darf nicht merken, dass er an ist. Aber er muss fehlen, wenn er aus ist.
  • Falls der Subwoofer ausschliesslich den Tieftonkanal (LFE, .1) einer digitalen Surroundanlage wiedergeben muss, regelt man die Lautstärke so ein, dass die Tiefton-Effekte nicht zu laut und nicht zu leise wiedergegeben werden.
  • Sobald der Subwoofer (zusätzlich) den Tieftonbereich eines oder mehrerer der anderen Lautsprecher übernehmen muss, stellt man seine Lautstärke so ein, dass der Frequenzgang dieses/dieser Lautsprecher möglichst linear, d.h. ohne Pegel-Überhöhungen oder -Absenkungen, nach unten erweitert wird.
    Der Pegel des LFE-Kanals muss in diesem Fall am Surround-Verstärker eingestellt werden, nicht am Subwoofer.

Warum zwei LFE-Subwoofer?

Die Verwendung nur einer Quelle für den Bassbereich führt zu unausgewogener Verteilung der Bässe im Raum.
Bei mir war das am Hörplatz sogar spürbar - das Sofa hat auf einer Seite mehr vibriert.
Ausserdem steigt so die Pegelfestigkeit. ;-)


Externer Decoder?

Mein Surround-Verstärker kann aufgrund seines Alters lediglich Dolby ProLogic 1 aus Stereo-Quellen generieren.
Um auch ProLogic 2 und DTS NEO:6 einsetzen zu können wäre entweder ein Austausch des Surround-Verstärkers erforderlich oder eben die Verwendung eines externen Decoders, der an den analogen Mehrkanaleingang angeschlossen wird.
Letzteres ist kostengünstig möglich durch den Creative DDTS-100, der eigentlich aus dem PC-Bereich kommt.
Er hängt über den Record-Out-Anschluss (analog und optisch-digital) am Surround-Verstärker und kann so alle daran angeschlossenen Quellgeräte empfangen.
Qualitativ ist das Gerät durchaus in Ordnung, jedoch fehlt ein Bass-Management.
Alle Kanäle erhalten also den vollen Bass-Anteil; es kann keine Umleitung auf den Subwoofer eingestellt werden.
In meiner Konfiguration ist das nicht nachteilig, da ich rundum Vollbereichsboxen einsetze und zudem noch das Bass-Management des Surround-Verstärkers einsetzbar wäre.



Links zum Thema:


HiFi-Wissen 
dvd-tipps-tricks.de  - Grundlagen und Details rund um die DVD
pronto.philips.com  - Die Pronto-Fernbedienung von Philips